Solidarische Landwirtschaft

SoLaWi, das steht für: Solidarische Landwirtschaft.

Es handelt sich dabei um eine Gemeinschaft, die von einem erzeugenden Betrieb (in diesem Fall ein Gemüsebaubetrieb, es gibt aber auch z.B. die Getreide-, Milch oder Fleischproduktion) und den Abnehmern eines Betriebes, den Verbraucher*innen gebildet wird. Das Konzept basiert auf Solidarität, welche schon im Namen steckt: Die Verbraucher verpflichten sich freiwillig, monatliche Beiträge zu zahlen, um die Kosten der Gemüseproduktion unabhängig von der Erntemenge zuverlässig zu decken. Im Gegenzug werden sie von dem erzeugenden Betrieb mit saisonalem, feldfrischem Gemüse versorgt. Warum zahlen, wenn die Gemüsemenge nicht sicher ist? Die Landwirtschaft ist mehr als die meisten Produktionsbetriebe stark abhängig von wenig beeinflussbaren äußeren Umständen. Niederschlag, Sonnenstunden und Temperatur unterliegen starken Schwankungen. Und auch trotz fachlich guter Ausführung des Gemüseanbaus kann es durch Insekten, Bakterien und Pilze zu Ernteausfällen kommen. Im Klartext heißt das: Sind Ernteausfälle zu verzeichnen, so gibt es weniger Gemüse.

Lebensmittel nachhaltig produzieren und solidarisch vermarkten

Andersherum ist es uns natürlich lieber: Fällt die Ernte reich aus, so ist die Gemüsekiste mehr als reichlich gefüllt. Neben dem Finanziellen Aspekt gibt es auch Vorteile der ökologischen Nachhaltigkeit: Unter Marktbedingungen wird oft jede Menge noch gutes, leckeres Gemüse weggeworfen, da es nicht den geforderten Qualitätsstufen der Supermarktketten entspricht. Oft sind dies optische Merkmale, wie die Farbe, Form oder Durchmesser. In einer Solidarischen Landwirtschaft wird alles ausgeliefert was genießbar und reif zum Ernten ist, was nicht heißt, dass Sie nur krumme Gurken bekommen. Die Produktqualität ist uns genauso wichtig wie jeder anderen Gärtnerei, nur werden eben leicht andersartige nicht gleich aussortiert. Hierdurch werden Ressourcen eingespart und die Vielfalt der Natur nicht wegrationalisiert.

Zunächst wird kalkuliert, was der Gemüseanteil kostet – der Richtpreis.

In der so genannten Bieterrunde haben die Genossen/Genossinen die Möglichkeit, je nach finanzieller Ausstattung mehr als den Richtpreis zu bezahlen, um finanziell schwächeren Mitgliedern zu ermöglichen, ebenfalls Teil der Gemeinschaft zu werden. Auch hier wird Solidarität gelebt.